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„Das ſchreibt meine Mutter!“ ſchrie Urſula auf.„Das wagt ſie zu ſchreiben an Dich— an Dich—!“ ſie brach ab und verhüllte ihr Geſicht mit den Händen.
„Warum ſollte ſie das nicht ſchreiben, da ihre eigene Tante ihr als Vorbild gedient,“ entgegnete Ringforth, nun wieder im Beſitz ſeiner gewöhnlichen Gelaſſenheit.
„Und wenn Du dieſen Anforderungen nicht entſprichſt?“ fragte Urſula athemlos vor Bangigkeit.
„Dann kehrt Deine Mutter nicht zu mir zurück, ſondern fordert Euch, unſere beiden Kinder— auf, zu ihr zu kommen.“
„Darf unſere Mutter ſo handeln?“ ſtieß das junge Mädchen beängſtigt hervor.
„Warum nicht, wenn ſie ſich dadurch die reiche Erb⸗ ſchaft ihrer Verwandtin ſichern kann, die dann auf Euch übergehen wird.“
„Des Mammons wegen will ſich unſere Mutter von Dir trennen?“
„Sie erwirbt Euch damit des Lebens Ueberfluß.“
„Und Dein Entſchluß, Vater?“
„Mein Entſchluß ſteht feſt. Ich beuge mich dem Willen der beiden Frauen nicht, die ſchonungslos mein Lebensglück zu zertrümmern trachten.“
Urſula hob den Kopf. Ihr Geſicht veränderte ſich, während Ringforth nach einer Pauſe fortfuhr.„Es iſt indeß nicht meine Abſicht, Deinen Entſchluß zu beeinfluſſen. Dir ſteht mit vollem Rechte frei, zu handeln, wie Dein Herz es Dir eingiebt. Allein ich mache Dich aufmerkſam auf das, was Du erwerben kannſt und was Du aufgiebſt. Denke an Deine Pflichten, denke an Deinen Verlobten— denke an Deinen Bruder— denke an——
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