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letzen würden,“ flüſterte er mit unheimlichem Tone;„und ich zittere, ich zittere bei der Kundgebung dieſer Frauen⸗ laune!“— Er ſchlug die wirklich bebenden Hände flach zu⸗ ſammen und betrachtete ſie mit innerlichem Zorne über die Erſchütterung, die ihn zu überwältigen drohte, die auf eine peinliche Weiſe ſeine ſonſt ſo feſte Seelenſtimmung beein⸗ trächtigte. Sein ganzes Weſen war in Aufruhr. Nicht allein der Unmuth der Ueberraſchung, ſondern auch der Schmerz machte ſich in ſeinen Mienen bemerkbar, während er düſter vor ſich niederblickte und ſeine gegenwärtige Situa⸗ tion überdachte.
Was ſich jemals an Liebesfreude in ihm geregt, ſtand hell und mahnend vor ſeinem Geiſte; was er einbüßen ſollte, wenn er den betretenen Pfad ſeiner Politik, die ſich auf An⸗ erkennung ſeiner Staats⸗ und Bürgerpflichten ſtützte, weiter verfolgte, gewann an Werth; aber— für welchen Preis mußte er ſich die Sicherheit dieſer Lebensfreuden ſichern? Er mußte ein feiger Wortbrüchiger, er mußte ein Heuchler werden! Seine Empörung über die Zumuthungen der beiden verbündeten Frauen wuchs.
„Fahr' wohl, Du armes, bethörtes Weib, fahr wohl! Ich kann um dieſen Preis Deine Exiſtenz nicht wieder auf die glänzende Höhe bringen, der Du im ſtolzen Muthe ent⸗ gegen zu gehen glaubteſt; fahr' wohl!“ flüſterte er, wild auffahrend.„Moͤge Euch der Gedanke an den verſtoßenen Gatten, an den verlaſſenen Vater Dir niemals den Schlaf rau⸗
ben! O, daß es dahin gekommen, daß es dahin ge⸗ kommen iſt!“
Er verſank in ein tiefes, grübelndes Nachdenken. Wie lange er mit ſeinen Empfindungen gekämpft, wußte er ſelbſt


