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Mit welchem Eifer gab ſich Ringforth ſchon jetzt den Vorarbeiten hin, die ſpäter erforderlich waren. Er ſaß am Schreibtiſch. Vertieft in ſeine Studien, beachtete er es kaum, daß ſeine Köchin die Zeitungen leiſe neben ihm niederlegte, obwohl er die Zeit immer mit Spannung er⸗
wartete, wo ihm der Welt Neuigkeiten und Streitigkeiten
neue Anregungen brachten. Endlich aber blickte er auf. Außer den Zeitungen lag noch ein Brief neben ihm.
„Aus der Reſidenz,“ murmelte er, die Handſchrift ſeiner Gattin Adele erkennend.„Mein Gott!“ rief er betroffen, als ihm aus dem raſch geöffneten Couvert die ungelenke Schrift der alten Generalin entgegenleuchtete.
Er las! O es waren wenige Worte, die er zu leſen hatte! Man hatte es nicht für nöthig erachtet, viele Worte zu verſchwenden, um ihm eine Alternative zu ſtellen, vor der ſein Inneres zurückſchauderte.
„Iſt es dahin gekommen!“ ſprach er leidenſchaftlich auf⸗ geregt, mit bitterm Lachen den kurzen und inhaltſchweren Brief auf den Tiſch werfend.„Man droht, man ſtellt mir Bedingungen, man fordert unbedingte Unterwerfung! Adele unterſchreibt dieſe ſchmachvollen Forderungen; ſie erklärt ſich einverſtanden, vollkommen einverſtanden mit dem Ausſpruch der Tante, welcher mich erniedrigt?“ Er lehnte ſich in ſeinen Seſſel zurück und verſuchte ruhiger zu werden. Es gelang ihm nicht. Die Empörung ſeiner Seele brach wieder im Selbſtgeſpräche hervor.
„Drohungen und Schmähungen von der Gattin, die ich ſo vertrauensvoll geliebt, die ich ſo vertrauensvoll in meine Gedanken eingeweiht, daß ſie wiſſen mußte, wie mich die Anforderungen, wie mich ihre Erklärungen unheilvoll ver⸗


