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Schönheit, die Bildung, die Feinheit ihrer Weltkenntniß, die Gewandtheit in allen Umgangsformen galt ihrer Mutter ſtets mehr, als ein ſtilles einfaches Glück voll friedlicher Freuden; hieran ſcheiterten die Verſuche ihres Vaters, ſie für Familienglück empfänglich zu machen. Sie wollte be⸗ wundert, ſie wollte beſchäftigt ſein; ſie wollte auf einer Höhe ſtehen und Alles zu ihren Füßen ſehen. Der Zweck eines ſolchen Erdenlebens war erbärmlich, indeß die Mittel, welche
ſie oftmals dazu verwendete, waren noch erbärmlicher. Ihre Sittlichkeit kam zwar nicht in Gefahr, denn ſie that Alles mit kaltem Herzen, aber ſie trotzte zu kühn auf die Sicher⸗ heit ihrer Herzenskälte, wenn ſie zu ihrem Amüſement Ro⸗ mane ſpielte.
Ringforth kannte dieſe Schwäche ſeiner Gattin weniger als Urſula, die durch unverantwortliche Sorgloſigkeit der Mutter oft Zeugin ihrer koketten Spielereien geworden war. Ringforth wußte nicht, an welchem Abgrunde ſein Liebling geſtanden; aber er wußte, daß Urſel einen Abſcheu vor fri⸗ volen Menſchen hatte. Das genügte ihm. Ihre Verlobung mit Arnold gewann mehr und mehr ſeinen Beifall. Seine Zukunft verſprach ſich zu lichten. Die Einberufung des Landtages ſtand bevor, und allen Anzeichen nach war die Löſung der politiſchen Zerwürfniſſe für ſeine Partei günſtig. Die Stimmung des Landes hatte ſich bei den Neuwahlen außergewöhnlich kund gegeben. Es war unmöglich, daß man ſich länger dagegen verblenden laſſen konnte, und wenn erſt das Licht der Erkenntniß in den Regierungskreiſen ein⸗ gedrungen war, dann zögerte man ſicherlich nicht mit der nothwendigen Abhilfe, um zur Vereinbarung anderer Vor⸗ lagen die Kräfte zuſammenfaſſen zu können.
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