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Kampf überall : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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und Beiſtand zu leiſten. Ich habe Deiner Mutter geant⸗ wortet, daß ich nicht kommen werde, und daß ich es ihrer Tante überlaſſen müſſe, ſich anderweit nach einem juriſtiſchen Beiſtand umzuſehen. In vier Wochen würde, dem Ver⸗ nehmen nach, der Landtag einberufen werden; dann würde ich an meinem Platze, alſo in der Reſidenz ſein und könne die vorliegenden Schwierigkeiten prüfen. Vor der Hand wünſche ich nur eine fortſchreitende Beſſerung der Tante, damit Deine Mutter wieder hier bei Euch ſein könne, wenn mich meine Verpflichtungen nach der Reſidenz riefen.“

Ringforth hielt eine kleine Weile inne, als müſſe er erſt überlegen, ob es rathſam ſei, den ganzen Inhalt ſeines Briefes der jungen Tochter mitzutheilen. Er entſchloß ſich dazu.

„Außerdem habe ich Deine Mutter darauf aufmerkſam gemacht, daß mich nichts in der Welt veranlaſſen könne, jemals das Haus ihrer Tante wieder zu betreten; ſie kenne die unüberwindlichen Hinderniſſe und werde ſie zu ehren wiſſen. Darum ſchon ſei es geboten, daß ſie bei eintretender Beſſerung ihre Rückkehr in mein Haus beſchleunige, und daß ſie von jedem Verſuche abſtehe, mich abermals in directe Beziehungen zu ihrer Tante zu bringen. Er ſchwieg und wartete nun auf eine Bemerkung ſeiner Tochter. Sein Blick umwölkte ſich, als Urſel damit zögerte.

„Du kannſt nicht anders handeln, Väterchen?“ fragte ſie endlich ſanft.

„Nein! Ich kann nicht anders handeln! Was zwiſchen mir und der Tante Kynar liegt ſeit dem letzten ſtürmiſchen Abſchiede, iſt durch nichts zu vernichten. Die alte Frau hatte vergeſſen, daß ihre Nichte Adele eine vater⸗ und mutter⸗