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Es entſtand eine Pauſe, die unangenehm zu werden drohte, weil der Schulrath vergeblich nach einem paſſenden Worte der Erwiderung ſuchte, und Ringforth nicht Luſt hatte, ihm ſeine Situation, die er ſelbſt verſchuldet, zu er⸗ leichtern.
Der Zufall führte eine glückliche Löſung herbei. Die Köchin trat abermals meldend in's Zimmer, dem Herrn Ringforth mit den Worten„Herr Referendar Depping wünſcht aufzuwarten,“ eine Karte überreichend.
Referendar Depping kam wie gerufen. Günſtiger konnte er ſeinen Beſuch, den er im Antriebe ſeiner tiefen und leiden⸗ ſchaftlichen Verehrung unternahm, nicht bewerkſtelligen. Er wäre ſchwerlich von Ringforth angenommen, wenn derſelbe ihn nicht als einen willkommenen Ableiter der eingetretenen Mißſtimmung hätte betrachten müſſen.
„Sehr angenehm!“ ſagte er mit erleichterter Bruſt. Der Schulrath erhob fich, um zu gehen.
„Ich hoffe, Gelegenheit zu haben, Sie von Ihren Irrthümern zurückkehren zu ſehen,“ ſagte er, ſich hofmänniſch bis zur Stuhllehne hinab verbeugend.„Der Ruhm Ihres Namens wird nicht beeinträchtigt, wenn Sie ſich bei den Neuwahlen zurückziehen, und Sie werden be⸗ denken, daß weiter fortgeſetzte Auflehnungen gegen die Re⸗ gierung ganz ohne Nutzen bleiben, denn man hat dort oben ſeine Beſchlüſſe gefaßt.“
„Ich werde nicht ablehnen, wenn mein Kreis mir mein Mandat von Neuem anträgt, und ich verſichere Ihnen, daß dies von großen Nutzen ſein wird, und daß die Beſchlüſſe von oben an einem verlorenen Poſten eines erledigten Portefeuille's ſcheitern werden,“ entgegnete Ringforth mit dem Bewußtſein und mit der Begeiſterung edler Thatkraft.


