beizumeſſen, daß die Auflöſung des Abgeordnetenhauſes nöthig befunden worden iſt.“
„Um ſo mehr iſt es meine Aufgabe, mich abermals bei der Erledigung von Fragen zu betheiligen, die zur Erörterung gekommen ſind und abermals kommen werden.“
„Bedenken Sie nicht das Unheil, welches daraus für's Land erſprießen kann?“
„Ich bedenke nur das Unheil, das man dem Lande auf⸗ erlegen will.“
„O, der Herr erleuchte Sie, daß Sie nicht in dieſem Irrthum verharren. Treten Sie zurück, verehrter Herr! Geben Sie den Männern freien Spielraum, die das wahre Wohl der Menſchheit vor Augen haben.“
„Ich hindere Niemand in ſeinem Wirken und Schaffen, Herr Schulrath.“
„Sie hindern nicht— nein! Aber Sie verhindern die Entfaltung frommer und heiliger Pläne, worin ſich die Ver⸗ edlung des Volkes gründet. Ich ſehe die Mißbilligung auf Ihrer Stirn kräuſeln— ich weiß, daß Sie zu denen zählen, die uns nicht als Freunde betrachten. Sie haben in einer Ihrer geiſtreichen, nur leider nicht ſympathiſchen Reden mit ſcharfer Betonung von einer„Kirchthurms⸗Politik“ ge⸗ ſprochen—“
„Erlauben Sie,“ fiel Ringforth raſch in ſeine Rede, welche den Ausdruck der Salbung annnahm—„erlauben Sie, daß ich dies Geſpräch abbreche mit der Erklärung: die Zeit iſt gottlob vorbei, wo man mit dem Katechismus in der Hand eine große Rolle im politiſchen Leben ſpielen konnte. Laſſen Sie uns dergleichen Auseinanderſetzungen vermeiden, ſie führen zu nichts!“


