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ſtand Hubert ſchon wieder im Zimmer. Bedeutend abge⸗ kühlt, ſagte er zu ſeiner Mutter gewendet:„Nun weiß ich's! Der Herr heißt Ringforth.“
„Herr von Ringforth?“ fragte ſeine Mutter begierig, ganz nahe an ihn herantretend.
„Nein, Mama— einfach Herr Ringforth,“ verſetzte Hu⸗ bert mit ſichtlichem Spott.
Jetzt trat Arnold haſtig der Thürſchwelle näher. Er hielt eine Broſchüre in der Hand, worin er geleſen.„Wie ſagteſt Du?“ forſchte er eifriger, als ſonſt ſeine Indolenz⸗ zuließ.„Ringforth? doch nicht Bernhard Ringforth.“— Er wies auf das Titelblatt ſeiner Flugſchrift;„doch nicht der Verfaſſer dieſer Zeitfragen, der Oberſtaatsanwalt Ringforth, einer der geiſtvollſten, gediegenſten Juriſten ſeiner Zeit?“
„Wohl nicht,“ entgegnete Hubert ſehr gleichgiltig,„ſonſt hätte es der Schulrath gewußt und es mir geſagt. Es kann ein Bruder, ein Vetter von dem Oberſtaatsanwalt ſein— warum nicht?“
Mit dieſen Worten verließ er pfeifend das Zimmer; Frau Depping folgte ihm.
„Hubert, was haſt Du nun davon, ſagte ſie tadelnd, „Du biſt und bleibſt doch ein Strudelkopf; wie konnteſt Du wohl Poldy ſo bitter kränken.“
„Sie hat mich auch nicht geſchont,“ antwortete er grollend.
„Alſo mit dem Adel wär's wirklich nichts? Ich kann's kaum glauben— Mann und Frau ſehen ſo vornehm aus. Hätteſt Du Dir nur gegen Poldy nicht ſolche Blößen ge⸗ geben.“
„Was kann's helfen, Mama? ein Mal mußte es doch zur Sprache gebracht werden, daß ich nicht Willens bin, ſie zu
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