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Kampf überall : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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Sollte vielleicht die Eiferſucht Dich verhindern, mir hier behilflich zu ſein? fragte Hubert ſarkaſtiſch.

Leopoldine ſchwieg und nähte fort. In ihr war mehr Taubenblut als Drachengift vorhanden.

Oder etwa Neid und Mißgunſt, daß mir glücken könne, wonach Du lange geſtrebt?

Wonach ich geſtrebt? wiederholte Leopoldine, erſtaunt ihn unterbrechend.

Nun, wem die Cirkel der vornehmen Welt verſchloſſen ſind, ſehnt ſich in der Regel leidenſchaftlich nach ſolchen Weltfreuden.

Ich habe mich mit der vornehmen Welt nie befreunden können, habe mich nie für ihre Freuden erwärmen mögen und habe ihre Anmaßungen ſtets belächeln müſſen, wenn ich daran dachte, daß mit dem letzten Athemzuge des Menſchen auch ſeine Erdengröße aufhört.

Was kennſt Du denn von den Freuden, die Du ſo philoſophiſch verwirfſt? fragte der junge Mann mit be⸗ leidigendem Mitleiden.

Vielleicht mehr als Du denkſt, mehr als irgend Jemand, weil ich als ein nützliches und unſchädliches Glied der Som⸗ merſaiſon betrachtet und, zu allen dieſen Freuden angeworben wurde, gab Leopoldine zur Antwort.

Ahl jetzt begreife ich, höhnte Hubert,und da Du eingeweiht biſt in dies Feuerleben der feinen Welt, ſo gönnſt Du mir' nicht, mit den Großen des Landes mich liirt zu ſehen. Er durchmaß zornig das Zimmer und ſtellte ſich herausfordernd vor ihr auf.

Eine kindiſche Behauptung, ſagte das Mädchen, mit würdevoller Ruhe dem wilden, wüſten und ungerechtfertigten

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