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Ausdruck von Verwirrung und Verdruß ließ erkennen, daß er nicht davon unterrichtet war.
„Wer ſagt das, Urſel?“
„Unſere Wirthin, die keineswegs zu ſeinen Verehrerinnen zählt.“
„Iſt das ganz gewiß?“ Urſel nickte mehrmals beſtätigend mit dem Kopfe. Ein Lächeln brach ſich Bahn durch den Ernſt auf des Vaters Antlitz.*
„Das wäre das ſeltſamſte Qui pro quo, was es geben
könnte,“ ſagte er mehr für ſich, als zu ſeiner Tochter.
„Gerade im Begriff, die Vertheidigung meiner Philippika zum Druck vorzubereiten und das gerichtliche Verfahren gegen mich, dem Er als Präſident vorſitzen wird, anzugreifen— gerade in dieſer Zeitperiode mit ihm in einem Hauſe wohnen? Was thut's! Ich kann es nicht hindern, Urſel, und Du weißt, man muß ſich in die Verhältniſſe zu fügen ſuchen; denn die Verhältniſſe fügen ſich nicht nach unſerm Willen. Ich mißachte diejenigen Menſchen, welche ſich durch Kleinigkeiten aus ihrem Gleichmuthe bringen laſſen, mithin darf ich mir ſelber dergleichen nicht zu Schulden kommen laſſen.“
Ruhig, als wäre nichts geſchehen, widmete der Vater ſich wieder ſeiner Beſchäftigung, während Urſel raſch ihres Ueberkleides ſich entledigte und ſich ihm hilfreich zugeſellte.
Schweigend packten ſie eine Kiſte nach der andern aus, Alles
mit practiſchem Sinne ſogleich in die betreffenden Schränke ordnend. Von Zeit zu Zeit blickte Urſel verſtohlen nach dem Nebenzimmer, wo ihre Mutter mit kurzen, haſtigen Schritten hin und her ging; von der Thür zum Fenſter— vom Fenſter zur Thür. Der reizenden Fernſicht einen Blick zu ſchenken, fiel der Dame gar nicht ein.
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