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Kampf überall : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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guten Mannes Schweſterſohn iſt, und daß Dodenburg ſo nahe liegt. Schulrath Meineke iſt aber Sr. Excellenz

Hooche Liebling und Ihrer Tante Kynar rechte Hand.

Du großer Allvater, wären Sie nun mit denen im Bunde geweſen, ſo hättet Ihr mich wahrhaftig zum Tempel hinausgebetet und geſungen. Aber nicht wahr, Fräu⸗ lein, Sie ſind eine vernünftige, richtige Chriſtin, und Ihre Eltern ſind auch nicht ſolche Lamm⸗Gottes⸗Anbeter?

Fürchten Sie nichts, beſte Madame; wir ſind kirchlich und chriſtlich geſinnt, aber wir ſind keine Heuchler und keine Phariſäer! antwortete Urſel mit ernſter Miene.

Jetzt athme ich froh auf und koche Ihnen Kaffee mit fröhlichem Herzen, ſagte Madame Lindner vergnügt. Sorgen Sie um nichts, Fräulein, ich halt's für meine Pflicht, für Sie Alle zu ſorgen.

Urſel ſprang leichtfüßig die Treppe hinauf. Sie traf die Mutter noch in ihren Reiſekleidern, den Vater jedoch eifrig dabei, eine gewiſſe Ordnung herzuſtellen.

Sie überbrachte der Mutter die freudige Botſchaft, ohne ſpeziell zu erwähnen, weshalb ſie es vorgezogen, ſich mit ihrem nothwendigen Anliegen an die Wirthin zu wenden.

Leider ſchwand der Mißmuth und die Verſtimmung ihrer Mutter dadurch nicht; Urſel war dies indeß gewohnt und ließ es ſich nicht einfallen, gegen den hartnäckigen Feind zu kämpfen. Hurtig eilte ſie danach zum Vater.Iſt's Dir bekannt, Väterchen, daß Geheimrath Hoche ſeine Sommer⸗ ferien hier im Orte, und zwar hier im Hauſe zu verleben pflegt? fragte ſie leiſe und mit dem Blicke des Verſtänd⸗ niſſes.

Ueberraſcht hob der Vater ſein Geſicht zu ihr auf. Der