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belauſchend.„Es war doch Sr. Excellenz mit der Frau Generalin ein Herz und eine Seele.“
„Ja—“ fiel der Schuſter Lindner mit Pathos ein,„in Chriſto vereint— ein Herz und eine Seele! O, der gna⸗ denreiche Gott mag dieſe gottgeweihten Seelen zu ſeinem Preis und ſeiner Anbetung noch lange auf der Erde wandeln laſſen!“
„Das mag Gott thun“, erwiderte Urſel trocken.„Ich habe aber eine Bitte an Sie, liebe Madame, die mir wich⸗ tiger iſt, als das Wohlſein Anderer zu beſprechen. Wir find dringend einer Köchin benöthigt; denn— ich kann Alles, beſte Madame, nur nicht kochen!“ Sie lachte ſo herz⸗ gewinnend zu der vor ihr ſtehenden Frau auf, daß dieſe hingeriſſen von ihrer inneren Erwärmung, die Hand des reizenden Kindes erfaßte und herzlich erwiderte:
„Aber ich kann kochen, liebes Fräulein; ich kann ſehr gut kochen und bin gern bereit, Ihnen heute ſowohl wie immer, wenn Sie es wünſchen, ein ſchmackhaftes Mittag⸗ brod zu liefern.“
„Da wären wir ja aus aller Noth!“ rief Urſel fröhlich aufſpringend.„Mama wollte ſchon verzweifeln und uns auf einen Hungertod vorbereiten.“
„So lange Suſette Lindner lebt und ihre Glieder rühren kann, ſollen Sie weder Hunger noch Durſt leiden“, ent⸗ gegnete Madame treuherzig.„Ich ſorge ſür Alles, Fräulein. Eine Köchin will ich ſchon für Sie ſchaffen, und inſtruiren will ich ſie auch ſchon, daß ſie's ordentlich macht mir zur Ehre. Bis Sie complett eingerichtet ſind, beſorge ich Ihre Beköſtigung gegen eine billige Vergütung. Sagen Sie das Ihren lieben Eltern. Kaffee bringe ich Ihnen gleich hinauf,


