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Kampf überall : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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Gattin mit der Steifheit eines Geſellſchaftscavaliers die Stufen hinauf, über den Vorſaal hinweg in die offenſtehenden Woh⸗ nungsräume hinein.

Hier machte er Halt, ſah ſich aufmerkſam nach allen Seiten um, trat in die Thüren zu den Nebenzimmern und ſagte ſchließlich zu ſeiner Gemahlin, die ruhig ſtehen ge⸗ blieben war:Die Wohnung iſt hübſch, Adele.

O ja, es ſcheint ſo, antwortete die Dame mit jener Lauheit im Tone, die eine innere Unzufriedenheit ahnen läßt. Sie genügt in ihren Räumlichkeiten den Anſprüchen, die wir jetzt machen dürfen.

Willſt Du nicht ablegen, Adele? unterbrach der Herr ſie raſch, indem er ſich ſeines Ueberziehers entledigte und den⸗ ſelben an einen Nagel hing, der im Thürpfoſten eingeſchlagen war. Mit einem unausſprechlichen Widerwillen verfolgte die Dame ſeine Bewegungen und wendete ſich dann, tief auf⸗ ſeufzend, verächtlich ab. Ein Rock am Thürpfoſten! Es war weit mit ihnen gekommen, daß ihr Mann ſich dies erlauben durfte.

Ich werde im Anzug bleiben, bis die Garderobièren feſt gemacht ſind, ſagte ſie bedrückt.

Wie Du willſt, Adele, meinte der Herr kurz.Die Leute ſind fleißig dabei; es wird binnen Kurzem Alles in beſter Ordnung ſein. Dann kehrt hoffentlich Deine gute Laune zurück.

Hier hier? Nie! Niel rief die Dame leidenſchaft⸗ lich aufgeregt.Mein Frieden, mein Glück iſt vernichtet! Werde erſt wieder ruhig, beſte Adele, bat der Mann, ohne gerade ſeinem Tone eine ſchmeichelnde Wärme, wie ſie den Worten entſprochen haben würde, zu verleihen.Es iſt

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