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Kampf überall : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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dieſe einem Arbeiter, belud ſich ſelbſt mit dem Köfferchen, das augenſcheinlich Koſtbarkeiten enthielt, und verſchwand abermals mit ihrer Laſt im Hauſe.

Hubert hatte jede Bewegung der jungen Fremden mit brennenden Blicken verfolgt. Er hatte, von der Anmuth der Tochter gefeſſelt, es vergeſſen, deren Mutter zu bewundern, die in anſpruchsvoller Schönheit für nichts Sorge trug, als für den äußeren Anſtand, womit ſie ſich auf den Arm des Gatten lehnte, bevor ſie dem Hauſe zuſchritt.

Wer mag das ſein? fragte zuerſt begierig die Dep⸗ ping ſche Familie; bald fragte es auch die ganze Stadt.

Zweites Kapitel.

Das junge Mädchen hatte, trotz des ſchweren Koffers, flink und behende zum zweiten Male die beiden Treppen er⸗ ſtiegen und kam ihren Eltern bereits wieder entgegen, als dieſe ruhig und gemeſſen Anſtalt trafen, aufwärts zu gehen.

Sieh in der Droſchke nach, Urſel, ob nichts mehr in den Seitentaſchen ſteckt, ſagte der Herr mit gütigem Tone. O Gott, mein Flaconetui, klagte die Dame mit dem Ausdrucke tödtlichen Schreckens.

Sei unbeſorgt, Mama, erwiderte das junge Mädchen mit heller, fröhlicher Stimme,ich hole es. Sie eilte wie ein Sturmvogel hinab. 3

Wenn Urſel es nur findet, klagte die Dame weiter, es ſteckt oberwärts in einem Täſchchen des Wagens.

Urſel findet es, ſprach der Herr und geleitete ſeine