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Kampf überall : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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niß, ſie zur Braut deſſen zu machen, dem ſie von ſeinem Vater beſtimmt worden war. Sie hatte ſich mit dieſem Gedanken längſt vertraut gemacht; ſie liebte Hubert trotz ſeiner Schwächen, und reine und unſchuldige Mädchen ahnen gewöhnlich nicht, wie wenig Anziehungskraft ſie für eyniſche Männer haben.

Apropos, Mama, wendete ſich Hubert zu ſeiner Mutter, und ſein ganzes Geſicht glänzte vor Spott,was iſt denn aus der Geſchichte mit Deiner gottesfürchtigen Generälin Kynar geworden? Hat Ihro Gnaden Dir Auftrag gegeben, Dich anderweit nach einem Logis für ſie umzuſehen? Du haſt ihr doch hoffentlich determinirt erklärt, daß wir unſer Quartier jetzt ſelber brauchen.

Ich habe Leopoldinen die Antwort auf dieſen Brief übertragen, mein Sohn, weil es mich incommodirte, der lieben Dame ihr Geſuch abzuſchlagen, entgegnete Frau Depping mit einigem Aufwande von Gefühl;aber ich habe nicht ver⸗ ſäumt, der liebenswürdigen Frau einige empfehlenswerthe Quartiere vorſchlagen zu laſſen.

Und was iſt darauf erfolgt, Poldy? fragte Hubert. Gar nichts, nicht wahr? Schade! Daraus kann man ſchließen, daß die Generalin es nun aufgegeben hat, den Sommer hier zuzubringen. Ich würde ihre Bekanntſchaft kultivirt haben, um mir den Eingang zu ihren frommen Cirkeln zu ſichern, da ich beabſichtige, nächſten Winter in der Reſidenz zuzubringen. Die Generalin ſoll eine hübſche, kleine Verwandte haben, der ſie ihr ganzes Vermögen vermachen will. Frau Devpping legte, froh überraſcht, ihre Hände zum Gebet zuſammen.

Ei, der Plan gefällt mir, Hubert, ſagte ſie eifrig; wo⸗