Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Joſepha eilte auch bisweilen ſtürmiſch wie früher zur Höhe hinauf, die zwiſchen dem See und der Hohen⸗ ſteinklippe lag. Dort lagerte ſie in anmuthiger Trägheit und ſchauete ohne Gewiſſensbiſſe hinab auf den Meier⸗ hof, wo ihre Mutter ſo fleißig für die Lebensbedürfniſſe ihrer Kinder ſorgte. Dort hob auch zuweilen, aber nur in mißmuthiger Neugier, der Wunſch ihre Bruſt, zu wiſſen, wie ſie eigentlich heiße.

Eines Tages verſpätete ſie ſich, weil ihre Phantaſie gar zu geſchäftig war. Die Sonne verließ das Thal. Sie achtete deſſen nicht, obwohl ſie ihrer Mutter ver⸗ ſprochen hatte, den ſchädlichen Abendthau zu meiden. Die Sonne verließ endlich auch die niedrigen Höhen und ſtrahlte nur noch ihr Licht auf die Hohenſteinklippe herab.

Da klang es ſüß und ſchaurig durch die ſtille, unbewegte Abendluſt.Se fi!

Wild fuhr Joſepha auf und drückte die Hände feſt auf das pochende Herz. Sie glaubte ein Traum täuſche ſie. Wieder tönte es:Se fi!

Kaum athmend, wendete das junge Mädchen ſich dem Schalle nach. War es eine Viſion?

Dort oben auf der Klippe ſtand eine weiße Geſtalt. Die Sonnenſtrahlen umwoben ſie mit einem Verklärungs⸗ ſchimmer.Se fi! erſchallte es zum dritten Male