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ſpornte. Auch nannte er zuerſt die Zuverſicht, womit Vincent von der Protection des Königs ſprach,„eine knabenhafte Leichtgläubigkeit“, weil große Herren ihre Worte nie bedächten, allein plötzlich ſchien ihm ein Ge⸗ danke zu kommen, der eine vollſtändige Sinnesänderung bewirkte. Er nahm ein Notenheft hervor, ſetzte ſich an's Fortepiano und forderte Vincent auf, das zu ſingen.
Der junge Mann ſah zu ſeiner grenzenloſen Ver⸗ wunderung, daß es eine Violinſtimme war, die er ſin⸗ gen ſollte. Er lachte hell auf und meinte, ſein Lehrer treibe Scherz mit ihm. Dieſer wiederholte aber ſeine Aufforderung mit der Erklärung, daß durch dieſe Violin⸗ Variationen die Glanzperiode im Leben der großen Künſtlerin angebrochen ſei, und es käme nur darauf an, ob er auch im Stande wäre, mit Genie die Schwierig⸗ keiten zu überwinden, welche ſich darin vorfänden.
„Die Fertigkeit und Geläufigkeit haben Du“, ſetzte er lächelnd hinzu,„aber zu dieſer äußeren Ausbildung müſſen Du einen ſeelenvollen Ausdruck fügen, ſonſt bleibt es nur eine Kunſtfertigkeit ohne Leben. Verſuchen Du!“ befahl er.
Vincent machte Einwendungen. Ihm erſchien es abſurd, der menſchlichen Stimme ein Violinſolo anzu⸗ paſſen. Dazu kamen Schwierigkeiten, die er, wie er als


