Vierzehntes Capitel. Ein Veteran der Thalia.
Signor Giuliani bewohnte die Bel⸗Etage eines alten, aber noblen und geräumigen Hauſes. Wovon der alte Herr eigentlich lebte, wußte Niemand. Die Unter⸗ richtsſtunden, die er bisweilen noch gab, ließ er ſich nie bezahlen, weil er ſie gewöhnlich Perſonen ertheilte, die ſie als eine Wohlthat anzunehmen kein Bedenken trugen. Er wohnte ganz allein in einem weiten, ſalonähnlichen Zimmer mit vier Fenſtern, das auf eine merkwürdige Art ausſtaffirt war, und auf den erſten Blick den Cha⸗ rakter eines Mannes verrieth, der zum phantaſtiſchen Luxus neigte und ſeiner Umgebung ein gewiſſes Lüſtre einzuprägen bemüht war.
Die vorherrſchende Neigung zum Purpur, dieſer königlichen Farbe, hatte ihn verleitet, Alles mit Purpur zu behängen und zu bekleiden, was möglich war, und da der Sammt und Wollenſtoff ſeine Caſſe überſteigen


