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lich. Er erklärte alſo im Stillen das Betragen des Herrn Fedor von Wöllner für eine ſeltſame Laune und glaubte nicht, daß ihm dieſer Beſuch je verhängnißvoll werden könne.
Für jetzt beſchäftigte ihn der Gedanke an die Schritte, die er zufolge ſeines immer feſter gewordenen nenen Lebensplanes für nöthig hielt. Vor allen Dingen mußte er ſeinem alten Lehrer, dem Signor Giuliani, einen Beſuch machen, eines Theiles, um ihm ſeinen Entſchluß mitzutheilen, und andern Theiles, um eine Zuſammenkunft mit der großen Sängerin anzubahnen.
Er wußte, daß der Signor, der ſich ſehr gern mit einer vornehmen Abkunft und mit einer ausgebreiteten Be⸗ kanntſchaft brüſtete, in Correſpondenz mit der Catalani ſtand, und daß er ſich einer Verwandtſchaft mit ihr rühmte. Es konnte ihm alſo nicht ſchwer werden, ein zufälliges Zuſammentreffen zu vermitteln, bevor ſie öf⸗ fentlich in Anſpruch genommen wurde.
Vincent rüſtete ſich indeß mit einigem Herzklopfen zu dieſem Beſuche bei Giuliani. Er hatte ihn ſeit Jahr und Tag arg vernachläſſigt, und wenn dies auch gerade nicht aus Gleichgültigkeit geſchehen war, ſo mußte er doch bei des Italieners Empfindlichkeit eines Empfanges ge⸗ wärtig ſein, der alle ſauber zurecht gelegten Pläne zu Waſſer machte.


