Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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es ja gar nicht zu beurtheilen, wie bevorzugt Ihre Toch⸗ ter durch dieſe Stimme iſt!

Frau Dorſak lächelte.

Joſepha iſt nicht die Erſte in unſerer Familie, die derartig begabt iſt, ſagte ſie.Ihre Stimme iſt ein Familienerbtheil.

Um ſo ſchlimmer, daß Sie ſolch' Erbtheil nicht verwerthen!

Was hätten wir davon? fragte die Meierin mit verächtlicher Miene.

Ehre, Ruhm, Geld und einen unſterblichen Na⸗ men! antwortete Maltmann, ganz exaltirt.

Mir iſt ein unbeſcholtenes Daſein und ein ruhiges Gewiſſen lieber! gab ſie zur Antwort.

Wiederum heftete Herr Engelbrecht Maltmann ſein Auge groß und verwundert auf die Frau, deren Grund⸗ ſätze merkwürdig philoſophiſch waren. Während dem ſprach ſie weiter:

Schützen Sie einmal eine talentvolle Frau vor Verleumdung? Selbſt wenn ſie wie ein Engel der ſtrafbaren Huldigung Trotz bietet, ſo nagt dennoch der böſe Leumund an ihrem Rufe. Sie ſollten doch das wiſſen, mein Herr! Oder haben Sie Ihre Jugenderfah⸗ rungen vergeſſen?

Herr Engelbrecht Maltmann trat beſtürzt einen