Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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rend der Winterszeit in Idalium und ſie betrachtete bisweilen mit ſteigender Aufmerkſamkeit dieſen Mann, wenn er langſam und bedächtig, trotz Sturm und Re⸗ gen, zur Zeit des Sonnenunterganges von ſeinem Hauſe hinabſtieg, um den letzten Tagesſchimmer auf den Berg⸗ kuppen zu erwarten.

Ihr theilnehmender Blick folgte ihm und in ihrer Seele dämmerte die Ahnung, daß nicht allein Gewohnheit, ſondern ein tief verſtecktes, ſchmerzliches Abſchiednehmen vom Tage ihn dahin trieb, wo er das Verglühen desſelben betrachten konnte.

Ihr Blick drang durch die feſte und unergründliche Ruhe ſeines Mienenſpieles und ſie las zuletzt die ſtumme Klage darin:Wieder vergeblich geharrt!

Oftmals, wenn ſie in den langen Winterabenden mit ihrer Tochter geſungen, Klavier geſpielt und gele⸗ ſen hatte, öffnete ſie noch ſpät das Fenſter und ſah zu jenem Hanſe hinauf, wo ein helles Fenſter ihr ver⸗ rieth, daß dort oben ein ehrgeiziger Kopf noch träumte und ſchuf, daß dort oben ein ſchöpferiſcher Geiſt fern von der geſellſchaftlichen Sphäre, der er angehörte, über große Ideen grübelte, die vielleicht von Denen verdammt wurden, welchen das Gedeihen derſelben Gewiſſensſache ſein mußte. Warum ſonſt wandelte er