Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Dorfbewohner Herrn Engelbrecht Maltmann erhielt, allein es regte ihre Aufmerkſamkeit wenig an. Um ſo auffallender erſchien ihre ſichtliche Befangenheit, als er zum erſten Male an ihrem Meierhofe vorüberging, um zum See hinabzuſchreiten. Beſtürzt blickte ſie ihm nach. Als wolle ſie ſich überzeugen, daß kein Phantom ihre Sinne täuſche, ſo ſtarr und aufmerkſam heftete ſie ihr Auge auf den Mann, der über ihre Wieſen hinſpazierte ohne eine Ahnung deſſen, was in ihrer Seele vorging. 3

Dann wendete ſie ſich haſtig um und verließ ih⸗ ren Platz, um ein Begegnen zu vermeiden, welches ihr, wenn auch nicht ſchmerzlich, ſo doch höchſt unbequem war. Späterhin zeigte ſie dergleichen Gemüthsbewe⸗ gungen nie, Herr Engelbrecht Maltmann mochte grü⸗ ßend an ihr vorübergehen oder für einige Momente ſtehen bleiben, um einige Worte mit ihr zu ſprechen, die ſich meiſtentheils auf das Geſchäft bezogen, das ſie betrieb. Nur ſpielte oftmals ein leiſes Lächeln über ihr

Geſicht, wenn ſie mit karger Artigkeit ſeine Anrede

beantwortete, die jedes Mal im Tone der freundlich⸗ ſten Herablaſſung geſchah.

Darüber verging der erſte Sommer. Zu Frau

Dorſab's Erſtaunen blieb Herr Maltmann auch wäh⸗