Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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ken gezimmert und von Sommerſchlinggewächſen um⸗ rankt war, hatte man die köſtlichſte Ausſicht über das ganze Thal mit ſeinen Bergen und Schlöſſern, und diente ſie darum auch den Bewohnern des Hauſes am See in der warmen Jahreszeit als Eßſalon und Geſellſchafts⸗ zimmer, als Boudoir und Arbeitsſtube.

Das Gehöft lag iſolirt und der ganze Wieſenplan bis zum See hinab gehörte dazu.

Es war früher des Baron von Hohenſtein's Eigen⸗ thum geweſen, wurde jedoch am Ende des vorigen Jahr⸗ hunderts von ihm an eine Frau Dorſak verkauft, welche, durch die günſtige Lage dazu veranlaßt, eine Molken⸗ wirthſchaft darin anlegte, die ſich als außerordentlich rentabel bewährte. Man gab dem Hauſe den Namen der Meierhof und im weiteſten Umkreiſe wollte Nie⸗ mand andere Butter und andere Milch kaufen als ſolche, die von Frau Dorſab's Meierhof kam.

Frau Dorſak war noch immer eine hübſche Frau, obwohl ſie eine Tochter von achtzehn und einen Sohn von zweiundzwanzig Jahren hatte. Ihre Erſcheinung, in der Mitte von Küchen⸗ und Wirthſchaftsgeräthen der gröbſten Art, befremdete einigermaßen, da weder die Färbung ihres Teints, noch die Feinheit ihrer Hände in Harmonie mit ihrer Arbeitsthätigkeit zu bringen waren.