terhin gern mit bedeutenden Opfern ungeſchehen gemacht hätte. „Durch welche Mittel haben Sie den würdigen Domherrn für Ihre romantiſche Irrfahrten gewonnen?“ fragte der Baron, von Gertrud's Ruhe auf's höchſte ge⸗ reizt, mit malitiöſem Lächeln endlich.
„Das hat ihre Tante Wallbott beſorgt!“ ent⸗ gegnete Gertrud laut auflachend.
Eine größere Verwunderung hatte ſich gewiß noch niemals auf des Barons Geſicht ausgeprägt, als nach dieſer Erklärung, die er für eine heilloſe Verläumdung zu halten ſehr bereit war.
Seine Tante? Die tugendreichſte Hofdame der da⸗ maligen Zeit? Lächerlich. Dieſe Gedanken ungefähr drück⸗ ten ſich auf's bereitwilligſte in ſeinen Mienen aus.
Gertrud hätte blind ſein müſſen, um das nicht zu ſehen. Sie ſtellte ihr heiteres Gelächter keineswegs ein, ſondern bekräftigte ihre Ausſage noch.
„Ja! Ja! Ihre Tante Wallbott, das Muſter für Ehrbarkeit und Tugend, hat es vor Gott und aller Welt zu verantworten, wenn ich meinen guten Namen ſo ſchmählich auf's Spiel ſetze!“


