Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Blut in die Wangen trieb. Einige

g ſie einer Verwirrung ihrer Sinne, dann legte ſich ihre Aufregung. Sie entzog ihm ihre Hände, die er noch immer feurig mit Küſſen überdeckte, und blickte ihm

mit dem keuſchen Lächeln großer Verwunderung gerade und voll in's Antlitz.

Was wollte der junge Mann mit dieſem Betragen ſagen? Sie hatte angenommen, daß die Leidenſchaft in ihm längſt erloſchen ſei. Ihre Betroffenheit wuchs unter ſeinen fortgeſetzten Beſtrebungen eines jener bedeutſamen Geſpräche anzuknüpfen, womit man das unruhige Men⸗ ſchenherz in eine leiſe fibrirende Bewegung ſetzt, die von bloßer Eitelkeit zu mächtigen Gefühlen heranzuwachſen im Stande iſt. Gertrud, vom erſten ſtürmiſchen Angriffe geneſen, erhielt merkwürdig ſchnell ihre ganze Faſſung