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ſichel ſah Suſe abermals den Huſarenoffizier oben in den Ruinen ſtehen und unverwandt auf die Probſtei hinab⸗ ſchauen. Sie ging eilend es dem Fräulein Gertrud zu ſagen, wie ſie es dieſer verſprochen hatte, und gleich darauf verließen zwei weibliche Geſtalten den Hof der Probſtei und ſtiegen hinauf zu den Trümmern. Margareth ſaß bleich und ſtill in ihrem Zimmer. Sie ordnete die Bilder der Vergangenheit in ihrem Gei⸗ ſte. Briefe lagen vor ihr, die ſie ſorgſam durchlas und mit Anmerkungen verſah. Sie hatte im Gefühle ihrer Schwäche, die ſie ſoeben hinlänglich erprobte, beſchloſſen, dieſe Briefe für die Irrthümer ſprechen zu laſſen, denen ſie als Opfer gefallen war. Seitdem ſie die Verwirrung bezwungen, in die Graf Levin's unvermutheter Anblick ſie geſtürzt, hatte ſie ihre Rechnung mit dem Glücke ab⸗ geſchloſſen, und war nur darauf bedacht, der Anwalt ihrer Ehre zu ſein. Sie fühlte keinen Zweifel mehr, ſie hatte Gewißheit über ihre Zukunft erlangt, und mit der Si⸗ cherheit, welche ſie in allen Lagen ihres Lebens geleitet hatte, ſeitdem ſie zum Bewußtſein erweckt worden war, entwarf ſie ihre Lebenspläne für die nächſte Zeit. Jetzt, in der Einſamkeit ihres Zimmers, tauchte die Frage des Grafen:„ob ſie glaube, daß er ſie noch liebe?“ mit der Gewalt der Vernichtung in ihr auf. Sie glaubte nichts mehr! Sie ſchloß ab mit ihrer Vergangenheit und be⸗


