nanzoffizier öffnete, und ſchlüpfte ſo ſchnell, als ſeine ſchweren Reiterbeine es ihm erlaubten, den Corridor wie⸗ der hinab.
Gertrud fühlte eine mächtige Angſt, als ſie vor⸗ wärts ſchritt und unter dem Vortritt eines zweiten Ordonanzoffiziers durch die dichtgedrängten Gruppen von Offizieren jeden Ranges und jeden Alters bis zur Ein⸗ gangsthür des Salons gelangte.
Sie hörte es um ſich flüſtern, ſie hörte verwunderte Worte, ſie hörte leiſes Lachen und bedenkliches Räuspern, aber ſie ſchlug die Augen nicht eher auf, bis ſie in das Zimmer des Königs gelangt war und die Thür hinter ſich ſchließen ſah.
Jetzt hob ſie die tief geſenkten Wimpern und ließ ihr ſchönes ſtrahlendes Augenpaar unter neuerwachtem Muthe auf denen ruhen, die in ehrfurchtsvoller Stille den Kö⸗ nig umgaben, welcher an einem Schreibſchranke ſaß, die Stirn tief niedergebückt und emſig die Feder regierend. Die Offiziere verneigten ſich leicht, als Gertrud ihren zierlichen Knix machte. Einer der Generäle, der dicht neben dem Könige ſtand, ſichtlich betheiligt bei dem Schrei⸗ ben, das der König vor ſich hatte, winkte ihr mit leut⸗ ſeligem Lächeln zu, ein klein wenig zu warten und dort an der Thür ſtehen zu bleiben.
Gertrud's Augen ſprühten Flammen des Zornes. Wie? Sie ſollte an der Thür ſtehen bleiben, wie eine


