Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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203 Nein, erwiderte das Fräulein mit ſtolzem Lä⸗ cheln.Ich fürchte mich vor Niemandem!

Daß Dich! Es iſt, weiß Gott, reine Recruten⸗ courage! Ich wette, ſchöne Phillis, zum zweitenmale ver⸗ langen Sie keine Audienz von unſerm Fritz! Alſo Sie riskiren es? Gut! Durch die Wachen bringe ich Sie. Um Audienz will ich auch noch nachſuchen, aber dann, ſtraf mich Gott, dann überlaſſe ich Sie Ihrem Schickſale. Sie können ſehen, wie Sie wieder nach Hauſe kommen. Weiß Gott, Ihren Ritter ſpiele ich nicht, wenn Sie ungeſegnet

aus dem Palaſte entlaſſen werden. Er belachte ſch

ſelbſt in ſeiner beliebten Manier.

Wo finden wir den König von Preußen? forſchte Fräulein Gertrud und ſah ſehr zuverſichtlich dabei aus. Im churfürſtlichen Palaſte?

Nein, im Brühl'ſchen Palais. Er wollte nicht mit der Königin zuſammentreffen. Brühl iſt Knall und Fall ausgerückt, wird wohl ſchon auf dem Wege nach War⸗ ſchau ſein!

Um ſo beſſer. Ich weiß dort Beſcheid und brauche nicht zu fürchten, mit Jemandem aus dem Hofſtaate zu⸗ ſammen zu treffen.

Jetzt thut ſie wieder groß, murmelte der Offizier.

Sie frühſtücken, mein lieber Herr Oberſt, ſchloß

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