Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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ich flehe Sie an, meine gerechten Anſprüche zu vertreten. Noch bin ich im Bereiche der preußiſchen Macht ein Befehl des Königs von Preußen kann mich befreien. Bin ich erſt in Brünn, ſo iſt das unmöglich. Ich flehe zu Ihnen um Rettung. 3

J, der Tauſend, wer iſt denn das, der dieſen Bi tef ſchrieb? fragte der Oberſtwachtmeiſter, o Gertrud ziemlich bewegt endete und den Zettel wieder in ihre Ta⸗ ſche ſteckte.

Ein Mann, dem die Preußen verdanken, daß ſie hier ſind!

Alle Wetter! Er lachte fürchterlich. Gertrund wurde purpurroth vor Zorn.Das iſt ja funkelnagel⸗ neu! Er heißt?

Menzel! ſprach Gertrud laut und gewichtig.Er verkaufte unſere Geheimniſſe an Preußen.

Ah ſo! Jetzt begreife ich's! unterbrach der Offizier ſie haſtig.Ja, ſchönſte Phillis, in der Sache iſt nichts zu machen! Ich habe ſofort nach unſerm Einrücken im Archive aufgeräumt, und wir haben's auf richtigem Wege, ſchwarz auf weiß, was die Sachſen für für Schelme ſind, ſchloß er, den Schimpfnamen ver⸗ ſchluckend, der auf ſeinen Lippen geſchwebt hatte.

Die Preußen ſtehen den Sachſen nie nach, warf Gertrud lakoniſch ein.

1860. XIV. Gertrud. III. 13