Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

27

dachte, der plötzlich außerhalb der Grenze ſeiner vater⸗ ländiſchen Intereſſen ſtand.

In Folge dieſer veränderten Stimmung beſchloß er ſich bei dem ganzenScandal, wie er es jetzt zu be⸗ nennen beliebte, gar nicht zu betheiligen, ſondern dem Baron und ſeinen Dienern das Abbrennen des großen Feuerwerkes zu überlaſſen.

Frau von Pröhl empfing ihren Schwager mit Be⸗ fremden. Ihr entging es nicht, daß etwas vorgefallen ſein mußie, was die ſonſt ſtereotip gute Laune des alten Mannes getrübt hatte, aber ſie unterließ grundſätzlich alle Fragen, um ihn nicht noch verdrießlicher zu machen.

Margareth fand bald das rechte Mittel, ſeinen Gemüthszuſtand wieder in befriedigende Ruhe zurück⸗ zuführen. Sie bat ihn zu muſiciren, und bald beherbergte das einſame große und düſtere Erdſchoßgemach ein paar ſelig entzückte Menſchen, die ſich auf dem Strome der Harmonien in Gefilde hinübertragen ließen, wo weder Nationalhaß, noch Liebeskummer herrſcht. Als der Abend hereinbrach, hatte der Domherr ſeine Grillen vergeſſen, aber ſeinen Beſchluß, ſich zurückgezogen zu halten, wollte er durchführen.

Der Tag der großartigen Taufe des Biska'ſchen Stammhalters brach an.

2*