Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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herr hörte zu ſeinem Erſtaunen, daß wieder Krieg in Ausſicht ſtände.

Bei ſeiner Iſolirung war ihm noch nichts von der⸗ gleichen Nachrichten zu Ohren gekommen, aber es be⸗ durfte nur dieſer leiſen Anregung, um dem klugen Gelehr⸗ ten eine Folgenreihe von wohlüberlegten Plänen vor Augen zu bringen. Das Benehmen des Baron Biska hatte ihn in letzter Zeit mehrmals ſonderbar überraſcht, und ſeine Eilfertigkeit, womit er die Anſtalten zur Taufe betrieb, war von eigenthümlicher Bedeutung geweſen. Der Baron Biska ſtellte es niemals in Abrede, daß er nicht zum Landjunker, ſondern zum Soldaten geboren ſei, allein er war früherhin doch ſo klug geweſen, ſeinen Vaterlands⸗ enthuſiasmus ein wenig zu verbergen und ſich gut ſäch⸗ ſiſch zu benehmen. Seit einigen Wochen hatte er aber den Schleier von ſeinen wahren Empfindungen gelüftet und dem alten Domherrn inmitten ihrer Feuerwerksthätigkeit eines Tages rund heraus erklärt, daß er wieder unter das preußiſche Banner treten werde, ſo wie es ſich kriegeriſch entfalten ſollte. Dabei waren ihm Aeußerungen entfallen, die den Tauftag ſeines Kindes als entſcheidend be⸗ zeichneten.

Es drängte den alten Domherrn ſeinen Verdacht laut werden zu laſſen, und doch kam es ihm verrätheriſch vor, einen Feſttag ſeines Nachbarn dadurch zu ſtören, daß

1860. XIV. Gertrud. III. 2