Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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Aber hier geweſen iſt er denn doch, behauptete der Marſchall.Man ſagte mir, daß ſich ein Mann, der ſchöne Preuße genannt, überall zeige und von aller Welt angeſtaunt werde.

Der Domherr ſtutzte und ſah Gertrud an. Dieſe r konnte ihren Verdruß über den Heirathsplan des Oheims nicht verwinden. Sie hätte mit einem Worte die Unge⸗ wißheit löſen können, allein ſie unterließ es und ſtellte es dem Erinnerungsvermögen Sr. Excellenz anheim, ſich ihrer Erklärungen darüber zu entſinnen.

Ihre Eiferſucht loderte jähe empor bei dem Plane des Domherrn. Es war ihr, als hätte ſie ſich ſchon einmal in ihrem Leben bei einem ähnlichen Gedanken ertappt, als hätte ſchon einmal die Möglichkeit eines ſol⸗ chen Bündniſſes ihre Bruſt mit leiſem Unbehagen erfüllt. Richtig ſie dachte daran, wie ſie mit Elvire das ſchöne Paar in der Halle belauſcht hatte. Damals und jetzt! Lag denn ein Unterſchied darin? Ja, antwortete eine eigenſinnige Stimme in ihrem Innern. Damals gehörte er mir noch nicht, jetzt iſt ſein Leben mein Eigenthum, und Margareth würde einen Verrath an meiner Freundſchaft begehen, wollte ſie den Junker für ſich gewinnen.

Während ſie ſich unhaltbaren Träumen auf Rechte hingab, die ſie gar nicht hatte, beredeten die beiden alten Herren neben ihr politiſche Gegenſtände, und der Dom⸗