Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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trocknet und die Communication wieder erleichtert, die in den letzten Wochen durch Schneegeſtöber unangenehm erſchwert worden war. Die alte Chaiſe des Domherrn bewegte ſich in ſtandesgemäßer Langſamkeit auf dem ziemlich guten Fahrgeleiſe fort, und er hielt mit unzer⸗ brochenen Rädern glücklich ſeinen Einzug in Dresden gerade zur rechten Zeit, um noch mit dem Feldmarſchall zu Tiſche gehen zu können.

Gertrud empfing ihn mit überwallender Freude. Sie wurde gar nicht müde nach Margareth zu fragen, machte aber plötzlich ein ſehr ernſthaftes, ja einigermaßen verdrießliches Geſicht, als der Domherr voller Unſchuld und in größter Extaſe von ſeinen Plänen erzählte,die beiden ſchönen Menſchen verheirathen zu wollen.

Wen? Beſter Onkel, Du träumſt wohl! rief das Fräulein verrätheriſch haſtig.Was haſt Du für Ein⸗ fälle! Margareth und den Junker Wolf?

Iſt denn der Junker wirklich ſo verzweifelt hübſch? fragte Excellenz gnädiger gegen ihn geſtimmt, ſeitdem ihm der Domherr bewieſen hatte, daß der Junker gar nicht in Dresden geweſen ſein könne, daß alſo die Nachſuchung in der Probſtei eine himmelſchreiende und tyranniſche Ueber⸗ eilung von Sr. Excellenz geweſen ſei.

Das ſchönſte männliche Individuum, werther Herr Vetter, das ich je geſehen habe, antwortete der Domherr enthuſiaſtiſch.