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und ritt, den Blick vorwärts gerichtet, geduldig in die Heimath zurück, wo er ruhmlos, in untergeordneten, aber ſehr freundlichen Verhältniſſen ſein Brod erwarb. Wollte man ſagen, daß ſein Herz nicht noch verlangend hinter ſich ſchaute, daß er nicht mit leiſer Klage den Ort verließ,
wo das Mädchen weilte, das mit ihren verführeriſchen
Augen ſein armes Herz umſponnen hielt, daß er ſeine Gedanken gewaltſam von ihr zu entfernen ſuchte, nachdem er gewaltſam ſeine Hoffnungen geknickt hatte, ſo würde man zu viel behaupten. Es kam ihm keinesweges darauf an, noch ein paar Tage recht ſchwermüthig die frohe Stimmung, mit der er von Rittbergen nach Wilsberg geritten war, gegen ſeine Laune zu halten, womit er nun heimging. Er ſah ein, daß es ſehr gut vom Geſchicke eingerichtet war, ihn das Fräulein nicht in der Probſtei finden zu laſſen, wo er in den einfachen, häuslichen Ver⸗ hältniſſen des Oberſten keine Schranken erblickt haben würde, die ſeine Neigung in Zügel zu halten vermocht. Er war nicht ohne ſanguiniſche Pläne der hübſchen Ger⸗ trud nach Dresden gefolgt, und hatte nun in der Glorie, worin er ſie als ein Tagesgeſtirn fand, den Wegweiſer geſehen, der ſeiner Liebe Stillſtand gebot.
Ohne Groll, denn Gertrud verſchuldete nichts, begrub er das Andenken an einige ſüße Augenblicke mit frommer Selbſtloſigkeit. Sein Aufenthalt in Dresden hatte ihn geheilt und ſchützte ihn vor jeder Verſuchung,


