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nach Rittbergen. Er hatte mit äußerſter Klugheit die Anwendung jener Lebensphiloſophie bethätigt, die in ſeinen Verhältniſſen nothwendig erſchien, wenn er ſeinen Mannesſinn nicht einbüßen wollte.
Er ſuchte die tief eingedrungenen Wurzeln ſeiner Neigung zu dem reizenden, aber leider ſehr reichen und ſehr hochmüthigen Fräulein von Spärkan durch die Ueberzeugung ſeiner Thorheit bis zur Hoffnungsloſigkeit hinab zu tödten, indem er den Abſtand zwiſchen ſich und ihr ſyſtematiſch, trotz aller Martern, in ſich aufnahm. Er ſuchte durch die Wahrheit die Weisheit zu erlangen und mit der Weisheit die Wahrheit zu ertragen.
Seine Selbſtdemüthigung hatte das Gute, daß er dabei zur Selbſterkenntniß kam und ſeine moraliſche Kraft erprobte. 2
Das lebendig mit Ernſt und Eifer betriebene Werk des Selbſtſtudiums kann nie ohne Einfluß auf die Zu⸗ kunft eines Menſchen ſein, indem er ſeine Geſinnungen aus einem Chaos von dunklen Gedanken ſondert. Nach dem Beſtreben, etwas aufgeben zu wollen, was man als unerreichbar für ſich erkennt, folgt immer wieder das Be⸗ ſtreben, nach der Höhe zu ringen.
Nachdem Junker Wolf tropfenweis ſeine bittere Medicin, die er ſich ſelbſt verordnet, eingeſogen und ſich als vollkommen curirt von allen eitlen Träumereien erkannt hatte, zog er verſtändig ſein Roß aus dem Stalle
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