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ſie traumhaft fern davon ſtanden. Junker Wolf ſah aus ſeinem Verſtecke nur auf Gertrud— während des toſenden Lärmens dachte Gertrud nur an ihn. Junker Wolf bemerkte aber auch mit ſonderbar pochendem Herzen den trüben Flor, der über ihren köſtlichen Augen ruhte, als ſie wie⸗ der ſuchend den ganzen Raum durchſpähete.
Die Vorſtellung ging glänzend zu Ende. Piramo e Tisbe hatten kläglich ihr Leben eingebüßt und mit der letzten Cadenz der Liebesklage die Augen der Zuhörer
unter Waſſer geſetzt. Die kleine ſieggekrönte Künſtlerin
ging triumphirend aus ihrem Debüt hervor und das Publikum hatte für einige Tage Stoff zur Unterhaltung.
Fräulein Gertrud erklärte ihrem Vormunde, daß ſie ſich außerordentlich amüſirt habe, daß ſie glaube, Trud⸗ lischen Schmehling werde die Welt in Erſtaunen ſetzen, wenn ſie erſt erwachſen ſei, und daß ſie ganz entzückt von Frau Fauſtine Haſſens Liebenswürdigkeit wäre. Im Grunde aber hätte Fräulein Gertrud weinen und ganz gelinde mit dem Füßchen ſtampfen mögen— ein Manöver, das ſie ſich ſeit der Rittberger Hochzeitsreiſe etwas ab⸗ gewöhnt hatte. Und ſie hatte Urſache zum Weinen, denn Junker Wolf verließ unter dem troſtreichen Selbſt⸗ bewußtſein,„das Ende ſeiner Selbſtquälereien erreicht zu haben“, ſeinen Winkel und ſchlich in die Herberge zurück, wo er ſein Pferd eingeſtellt hatte.
Der frühe Morgen fand ihn auf dem Heimwege


