Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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er den Glanz und die Pracht, womit das Fräulein von

Spärkan, das er zu lieben gewagt hatte, in der Welt auftrat, ſo lange bewundern, bis ſein Herz der Kämpfe müde würde.

Gertrud erſchien in der Loge ſogleich an der Brü⸗ ſtung und lehnte ſich ſelbſtvergeſſen weit darüber hinaus, um nach ihm zu ſehen. Sie wußte, daß er da war. Ihr inneres Gefühl, magiſch von ſeinem Blicke berührt, ver⸗ rieth es ihr. Aber ſie fand ihn nicht aus der fluthenden Menge heraus. Freilich, dorthin, wo er einſam im Win⸗ kel geborgen ſtand, dorthin flog ihr Blick nicht, dort

weilte nur der Mann des Volkes, der ſeinem Beutel die

bedeutende Ausgabe für Kunſtgenüße nicht zumuthen durfte. Es war vielleicht vom Junker Wolf von Bret⸗ tow auch eine Zugabe zur auferlegten Buße, daß er ſich ſtreng in den Winkel bannte, der vorzugsweiſe von der

Armuth uſurpirt wurde. Seinen ascetiſchen Grundſätzen zufolge konnte man bei Herzensrevolutionen und über⸗

müthigen Herzensträumereien gar nicht ſtreng genug zu

Werke gehen.

Die Oper begann. Man horchte geſpannt und erwartungsvoll. Fauſtine Haſſe erſchien in einer Proſce⸗ niumsloge, Blicke froher Hoffnung und herzlichen Ein⸗ verſtändniſſes mit ihrem Gatten wechſelnd, der ernſt am Dirigentenpulte ſaß. Das Publikum ſah in dieſer Hand⸗ lung ihres Lieblings Fauſtine eine göttergleiche Beſchei⸗