Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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jetzt, nicht immer als ein Kunſttrieb zu betrachten iſt, wenn die Räume des Opernhauſes überfüllt werden.

Der Jäger des Generalfeldmarſchalls von Spärkan verſtand es meiſterhaft ſeinen Sänften, denen er martia⸗ liſch vorausſchritt, Reſpect und Berückſichtigung zu ver⸗ ſchaffen. Mit gezogenem Hirſchfänger durchbrach er die Volksmaſſen bis zum Portale, und als der alte Herr erſt mühſam aus dem eleganten Kaſten geklettert war, da wurde ihm ohne martialiſche Bemühungen von dem Pu⸗ blikum ſo viel Ehrerbietung erwieſen, daß er ſeiner jungen Verwandtin Angeſichts der ganzen Menge ritterliche Artigkeit erweiſen konnte.

Dicht hinter ihnen ſchloß ſich das Gewühl wieder, und Gertrud ſendete vergeblich ſehr verlangende Blicke aus ihren ſtrahlenden Augen umher, um den zu entdecken, der alle ihre Gedanken beherrſchte.

wie ein Sünder, ſeinen vermeſſenen Herzenswünſchen als Strafe zudictirt hatte. Er folgte dem Paare, das von der Volksehrerbietung gleichſam geheiligt, gemeſſen und feierlich, der ausgezeichneten Stellung Sr. Exellenz ge⸗ mäß, in die Muſenhalle ſchritt und ſich in die brillant ausgeſtattete Loge der hochgräflichen Excellenz, des Mini⸗ ſters von Brühl verlor. Er war da, aber er poſtirte ſich im Parterreraume, unter der ſtrengen, bußfertigen Beſchei⸗ denheit, womit er ſich ſelbſt kaſteiete. Von dort aus wollte