und Deinen Namen anzunehmen. Unſer alter, verwelkter Stammbaum muß friſch oculirt werden. Deine Kinder ſollen die neuen Blüthen deſſelben abgeben!“
„Aber, was reden Sie da— vor meinen Kinder⸗ ohren— von meinen Kindern,“ zürnte das Fräulein la⸗ chend.„Mich verlangt weder nach der Ehre Alexander Lottum's Gattin zu heißen, noch—“ Sie ſchwieg in einem natürlichen Abſcheu, ohne den Satz zu vollenden.
„Dich verlangt nicht?“ wiederholte der alte Herr etwas pikirt.„Deine Anſichten ſcheinen wandelbar?“
3„Die Eigenthümlichkeit theile ich mit allen Men⸗ ſchen!“ rief Gertrud übermüthig.
„Ich habe mit väterlichem Intereſſe beobachtet, daß die Triumphe, die Du feierteſt, Dich nicht dergeſtalt verblendeten, um den Mann nur einen Augenblick zu überſehen, dem Du ſie eigentlich verdankteſt.“
„Das waren politiſche Intriguen der gegenſeitigen Nothwendigkeit,“ flüſterte das Mädchen ſchalkhaft.
„Das ſoll heißen?“ fragte Excellenz aufſtehend mit Unmuth.
„Daß ich den Baron wohl zum Tänzer, aber nicht zum Gatten haben möchte!“ erklärte Gertrud entſchie⸗ den und ſah gänzlich furchtlos in ſein Geſicht.„Wenn u emn in ſeiner Weisheit ſo unverſtändig iſt, die Gunſt eines Augenblickes als eine Garantie für feſt⸗ ſtehendes Glück zu nehmen, ſo wird er auf ſeiner


