Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Laufbahn eben ſo ſicher ſcheitern, wie bei ſeiner Bewer⸗ bung um meine Hand. Sagen Sie ihm das, Excellenz, wenn er ſich mit einem Antrage an Sie wendet! Nun aber wollen wir berathen über die Anerbietungen, die uns Graf Alois macht. Wollen wir in's Theater gehen???

Sie wünſchte es ſeit einigen Augenblicken ſehnlichſt, weil ſich ihr darin die Ausſicht eröffnet hatte, im Gewühl den Junker Wolf treffen zu können.

Kurz geladen und ſcharf abgeſchoſſen, mein Kind, entgegnete Excellenz, aber ruhig die letzten Worte Ger⸗ trud's überſpringend.Man findet jedoch in jetziger Zeit⸗ periode nicht den ehrenwerthen und fein gebildeten Kava⸗ lier auf der Straße, und weiſet ihn auch nicht trotzig ab, nachdem man erſt die Seidenfäden der zärtlichen Gunſt über ihn hingeworfen hat, mein Kind. Dein Ruf und Dein Triumph geht Hand in Hand, und ich muß für den erſtern einſtehen, wenn ich Dir den letztern erlaubt habe.

Sind Sie doch ein Streiter von Königs Gnaden, ſcherzte Gertrud allerliebſt freundlich in ſein böſes Ge⸗ ſicht ſchauend und die bewölkte Stirn immerfort mit den weichen Fingern glatt ſtreichend.Iſt es doch Ihr Beruf, zu ſtreiten, ohne fragen zu dürfen nach Recht und Unrecht! Streiten Sie alſo für mich und ſchützen Sie meinen Ruf durch Ihr ritterliches Schwert. Hilft das nicht, ſo ſchicken Sie mich zu Haus. Ich muß überhaupt