Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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behren zu können, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Das ſind politiſche Intriguen der gegenſeitigen Nothwen⸗ digkeit, mein Kind! Dem Baron traue ich Verſtand genug zu, dies einzuſehen.

Nicht ganz richtig geurtheilt, Excellenz, rief Ger⸗ trud ſcherzhaft.Der Baron iſt zu weiſe, um verſtändig zu ſein.

Das iſt paradox, mein Kind! Aber vertiefen wir uns nicht in Auseinanderſetzungen. Ich frage Dich bloß ganz naturgemäß, wie gefällt Dir der Baron Lottum und was gedenkſt Du zu antworten, wenn er Dir ſeine Hand bietet?

O, Excellenz! rief Gertrud von dem Angriff faſt beſtürzt, aber mit einem Lächeln und Erröthen, worin ſich jungfräuliche Eitelkeit widerſpiegelte.

Es wird dahin kommen, verlaß Dich darauf, be⸗ hauptete der Feldmarſchall behaglich lachend, und rückte ſich etwas näher an Gertrud, um ihr Geſicht ſehen zu können bei dem, was er nun zu ſagen hatte.Ich bin nicht abgeneigt, Deinem Herzen freien Spielraum zu gönnen.

Onkel, Sie mögen von meinem Herzen wohl wenig genug wiſſen, ſcherzte das Fräulein gewaltſam dazwiſchen.

Aber ich habe meine Bedingungen zu a n hen ron Lottum muß ſich entſchließen ſeinen Namen aufzugeben 13*