Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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marſchall, mürriſch die Augen zuſammen ziehend.Man ſagt mir's eben.

Nein, Onkel, rief Gertrud.Beruhigen Sie ſich, der Baron Alexander hat mich einſt gründlich auf den Sand geſetzt, als ich ihngut preußiſch glaubte und unſer Dresden gegen Berlin ſtellte.

Die Stirn des alten Herrn entrunzelte ſich ſchnell wieder, und er ſah ſeine Nachbarin, die ihm die unange⸗ nehme Mittheilung ganz harmlos gemacht hatte, etwas erzürnt an.

Der Baron hielt es nicht für nothwendig, auf nähere Erörterungen ſeiner Heimathsanſprüche einzugehen, und ließ deshalb Gertrud's Erklärung gelten. Ihm war des Feldmarſchalls Preußenhaß noch nicht bekannt, aber ein inſtinktähnliches Gefühl verrieth ihm, daß ein alter Kriegs⸗ held nur mit ſehr gedemüthigtem Herzen an ſeine Beſieger denken könnte, und daß es ſeinen Abſichten nicht förderlich ſein würde, wenn er einer Nation entſtamme, die ſich zum Aerger ihrer Nachbarländer hervorthat nicht allein im Handel und in der Wiſſenſchaft, ſondern auch in allerlei Tugenden, die den Menſchen veredeln und aus dem Wir⸗ bel des Genußes hervorheben können. Das Beiſpiel der Herrſcher wirkte auf Preußen, wie auf Sachſen, natürlich in erſterm Lande gut, im zweiten ſchlecht.

Es ſoll von dem König Fritz alles Mögliche ge⸗