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er hielt ſich verborgen und blickte nur verlangend dort⸗ hin, wo ſie im Scheine des erleuchteten Fenſters ſichtbar wurde. Er war aufgebrochen von Wilsberg ſchon nach wenigen Tagen, denn er konnte ſeiner Sehnſucht nicht mehr Herr werden. Margareth glaubte ihn nach ihrer Heimath abgereiſt, aber er ritt nach Dresden, um Gertrud nur einmal zu ſehen und dann ſtill reſignirt in ſeine Berge zurückzukehren. Er ſah ſie mit Schrecken neben dem, den er als ſeines Vetters Verderben betrachten mußte. Jetzt lag ſie im Fenſter und ſchauete ſehnſüchtig umher. Ob nach ihm oder nach Alexander?—
Wolf hielt ſich ſtill verborgen, bis das Licht erloſch, dann ſchlich er heim in ſein Gaſthaus. Und Gertrud weinte in ihren weichen Kiſſen. Frau von Wallbott's Bild ſtand abermals vor ihrer aufgeregten Seele, aber Gertrud flüſterte nicht lachend, ſondern tief betrübt:„Sie würde mich verachten, wenn ſie Alles wüßte!“
Am andern Morgen ſtand ſie auf mit Schmerzen im Kopfe und mit Schmerzen im Herzen. Nicht friſch und froh, ſondern mit nachdenklichen Mienen nahm 19 den Platz am Fenſter ein, von wo aus ſie die ganze Schloß⸗ ſtraße überſchauen konnte. Sie war feſt überzeugt, daß Wolf ihr an dieſem Morgen einen Beſuch machen würde, und ſie wollte ihn allein empfangen, wollte ihm treuherzig
ihre Abenteuer auf den Bällen und ihre Verbindung
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