den Einfluß Deines heitern Temperamentes, meine kleine Gertrud. Deine friſche, urkräftige Natur wird das Eis der Kunſt löſen, womit man mit der ſorgfältigſten Bil⸗ dung zugleich ihr ſanftes Gemüth überzogen hat. Sie wird aber eine ſchwere Schmerzenszeit an Deiner Seite durchmachen, bevor die Lichtblicke Deiner Fröhlichkeit Eingang finden. Aber iſt dieſe Qual erſt durchlebt und überſtanden, dann eröffnet ſich das Feld Deiner Wirk⸗ ſamkeit, mein kleines Mühmchen!“
„Du ſiehſt die Geſchichte mit falſchen Augen an, Elvire,“ fiel Gertrud kopfſchüttelnd ein.
„Ach ſo! Deine Klugheit und Dein Talent zur Diplomatie will ſich wahrſcheinlich anders und weit glän⸗ zender entfalten?“
„Das verſteht ſich! Graf Levin muß von dem wah⸗ ren Verlauf der Sache unterrichtet werden.“
„Wie willſt Du das anfangen?“
„Das weiß ich in dieſer Secunde noch nicht, aber es wird geſchehen.“
„Und dann?“
„Nun dann fällt er natürlicher Weiſe unſerer Mar⸗ gareth erſt zu Füßen und ſchließt ſie ſehr entzückt von Neuem in die Arme!“ rief Gertrud ganz verwunde⸗ rungsvoll.
„Täuſche Dich nicht mit Kinderträumen und mache
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