Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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vor ihr auf die Knieen nieder, faltete die kleinen weißen Hände zuſammen und blickte unverwandt mit ihren ſtrah⸗ lenden Augen in die Elvirens hinein.

Die junge Dame kämpfte tapfer mit ihrem Lachen, das wie ein warmer Verſöhnungsquell in ihr aufſtieg, und ſagte mühſam ernſthaft bleibend:

Jetzt biſt Du nicht beſſer, als jene bettelnde Ar⸗ muth, die übertrieben ſchmeichelt, um zu ihrem Zwecke zu kommen. Du machſt es akkurat wie jene Frau!

Nun gut, ſo thu' mir's nach!

So? Ich ſoll Dich auch mit Drohungen von mir ſcheuchen?

Ja, und mir dabei Dein Liebſtes zuſtecken, was Du gerade haſt!

Mein Liebſtes Dir zuſtecken? fragte Elvire aufmerkſam.

Ja wohl. So hab' ich's gemacht! neckte Gertrud, ſchlug aber verſchämt die Augen nieder.

Eine Ahnung flog durch die Seele ihrer Pflege⸗ ſchweſter.Doch nicht den nagelneuen Reichsthaler mit König Friedrich's Bildniß, den Du Dir von Mama Pröhl eingetauſcht hatteſt und der nachher durchaus nicht wieder zum Vorſchein kommen wollte? forſchte ſie.

Gerade den! verſetzte das Mädchen keck, aber leiſe.

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