Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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hafte Güte, hundert Küße und ich werde ſie ihm auf⸗ heben, darauf kannſt Du Dich verlaſſen.

Guter Gott, der arme, arme Profeſſor! klagte Elvire verzweiflungsvoll.Von dieſem entſetzlichen Glücke werde ich ihn doch avertiren, damit er ſich darauf prä⸗ parirt!

Pah! Du beneideſt mich nur! rief Gertrud und drückte ihren Mund heftig auf die Stelle, woChriſtian Fürchtegott Gellert ſtand.Dies ſei mein Schwur, daß ich meinen Beruf ganz erfüllen will! ſprach ſie ſchwär⸗ meriſch.Ach, Elvire, wenn ich alle, alle Menſchen glück⸗ lich machen könnte! Wenn ich Allen helfen könnte! Allen Freude bereiten könnte! Ich möchte es! Mein Herz treibt mich beſtändig dazu! Ob ich wohl Gellert's Wunſch zu erfüllen vermöchte, Elvire? Sage es mir aufrichtig!

O ja, warum nicht! entgegnete dieſe trocken, wenn Dein Trotz Dich nicht hindert?

Mein Trotz, Elvire? erwiderte das Fräulein

oordentlich erſchrocken.

Ja wohl, wie neulich, wo Du Dich ſehr wider⸗ ſpenſtig weigerteſt, der beklagenswerthen Frau beizu⸗ ſtehen!

Der Frau, die ſo erbärmlich ſchrie und heulte? fragte Gertrud plötzlich eiſigkalt, und als Elvire ſchwei⸗ gend nickte, fuhr ſie fort:Du meinſt doch dieſelbe, die