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verlockenden Erfolg vorſpiegelten, und als nach ſelbſtän⸗ diger Träumerei leiſe an die Thür gepocht wurde, da öffnete ſie mit vollſtändig überlegtem Entſchluße und ließ das Brautpaar eintreten.
Mit dem Ungeſtüm ſeliger Freude flog Elvire an ihre Bruſt, und Rittberg verbarg den köſtlichen Tropfen freudiger Rührung nicht, der in ſeinem Auge zitterte. Wahrlich, ſie hätte ſich eine himmliſch⸗ſchöne Minute ge⸗ raubt, wäre ſie eigenwillig den Wünſchen dieſer beiden Menſchen entgegen getreten.
Die Pläne wurden nun ſchnell entworfen. Rittberg hatte vorläufig ſchon mit dem Prediger des Ortes con⸗ ferirt und denſelben geneigt gefunden, alle Hinderniſſe aus dem Wege zu räumen, die in kirchlicher Rückſicht ihrem Vorhaben entgegen ſtehen könnten. Der Brautanzug konnte durch Margareth's Garderobe vervollſtändigt wer⸗ den. Es blieben ihnen noch drei volle Tage Zeit, das zu ordnen, was den Frauen das Nothwendigſte ſcheint. In⸗ nerlich war Elvire vollſtändig zu dem Schritte gerüſtet, und über das Aeußere machte ſie ſich weniger Sorge, als Frau von Pröhl.
Mit der öffentlichen, unerbittlich ſtreng abgefaßten Erklärung der Beſchlüſſe wollte man warten, bis Junker Wolf zurück ſei. Rittberg meinte ihn ſehr bald erwarten zu können. Aber auch Margareth ſollte nicht eher von
1860. XII. Gertrud. I. 13


