Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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legung und ohne Schonung. Ich ſtreiche die Segel, Mama, und will meine Ueberzeugungen für mich be⸗ halten, will ſie Niemanden aufdrängen, ſondern nur bitten, flehentlich bitten, knieend bitten, bis Sie mich erhören!

Die Dame, ganz verſöhnt und ſichtlich von der ſel⸗ tenen Unterwerfung des Mädchens gerührt, ſtrich lieb⸗ koſend über ihren lockigen Scheitel.Bedenke aber, Kind, bedenke die Randgloſſen der Frau von Wallbott! Sie fand ſchon den Brautſtand Margareth's unverantwortlich kurz, fand die Hochzeit dieſes Paares unanſtändig beeilt, und Elvire iſt kaum fünf Wochen Braut.

Mam⸗a, liebenswürdigſte Mama, heben nicht die ſchönen Empfindungen, mit welchen wir das Glück eines Menſchen beeilen, alle irdiſchen Bedenklichkeiten auf? Die gnädige Frau von Wallbott hat nur Sitz und Stimme, wo der Verſtand und der Geiſt ſeine Herrſcherflügel ausbreiten kann, auf dem Felde, wo Ihre Wirkſamkeit beginnt, hat ſie gar keine Autorität! Gerade, daß ſie ihre großen blauen Augen zornig öffnen wird, gerade dies lockt mich zu conſpiriren. Sie ſoll gewahr werden, daß man auch nicht dumm iſt, obwohl man keinen Plato ge⸗ leſen hat!

Das junge Mädchen wußte ihre Pflegemutter zu

behandeln. Der Sieg war ihr jetzt ſicherer, als vor dem