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5 brillanten Hochzeitfeſtes bringen und müſſen meinem 6 Onkel Feldmarſchall eingeſtehen, daß Sie ſein Mündel Gertrud vergeblich heimlich entführt haben. Iſt das nicht Alles wahr?“ fragte ſie mit weichem Tone, als ſie ſah, 6 daß Frau von Pröhl die Farbe wechſelte, bald roth, bald blaß wurde, und ſichtlich danach trachtete, einer bedeutenden 6 Empfindlichkeit Herrin zu werden. Als ſie nicht antwortete und auch nicht hell und fröhlich lachte, ließ ſich das junge Mädchen raſch auf ihre Knie nieder und umſchlang den Leib ihrer Mama. „Hat Elvire Dir dieſe Inſtructionen ertheilt?“ fragte die Dame, als es ihr gelungen war, ihre innerliche Regung zu bemeiſtern. „Nein! nein!“ betheuerte Gertrud und hob ihr Auge ehrlich empor zu ihr.„Elvire iſt viel zu zartſinnig. Sie wagte Ihnen noch nicht einmal ihren Wunſch vor⸗ zulegen, und würde mir zürnen, wenn ſie wüßte, daß ich Sie in meinem Eifer, ihr zu dienen, gekränkt habe. Aber, liebe, engelgute Mama Pröhl, ich gehöre ja in's Geſchlecht der Feldmarſchälle, die gewohnt ſind d'reinzuhauen und d'reinzuſchlagen, wenn ſie etwas erobern wollen. Wäre mir der Profeſſor nicht abtrünnig geworden und davon gelaufen, ſo hätte er die Geſchichte in einen ſchicklichen Vers gebracht und hätte meinem Eifer Zaum und Zügel So aber rannte ich blind darauf los ohne Ueber⸗


