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„Nein! Vorgefallen iſt nichts weiter, aber aus der Hochzeit wird nichts!“
„Kleine Thörin! Wer hat Dir das weiß gemacht?“ rief die Dame ſpottlächelnd.
„Ich bin Zeugin des Auftrittes geweſen!“ rief Gertrud mit erhabener Würde und ſtand auf. Sie er⸗ zählte gewandt und mit Beſchränkung auf das Nothwen⸗ digſte Alles, was geſchehen war und was man von Frau von Wallbott zu fürchten habe. 4
Frau von Pröhl hörte nachdenkend zu. Der Aus⸗ druck ihres Geſichtes verrieth Theilnahme und Mißbilli⸗ gung, dem ſich ein deutlich ausgeprägtes Mißbehagen beimiſchte.
„Es iſt ein Scandal, der Margareth auf ewig blamiren wird,“ ſagte ſie mehr für ſich, als zu ihrer Pflegetochter, die aber begierig lauſchte.„Und Du meinſt, der Zorn des Grafen ſei unauslöſchlich?“ forſchte ſie noch immer vorſichtig mit ihren Worten gegen ein We⸗ ſen, das ſie noch als Kind zu betrachten gewohnt war.
„Der Zorn?“ wiederholte Gertrud leidenſchaftlich bewegt.„Mama, von Zorn kann man gar nicht reden. Graf Levin's Zuſtand glich der Verzweiflung eines Men⸗ ſchen, dem ſein Himmel verdunkelt— nein, eingeſtürzt iſt, der ſich danach ſehnt von Blitzſtrahlen getroffen zu wer⸗


